Über uns

Der Verein

Wir sind eine kleine Gruppe von Theaterleuten, die mit viel ehrenamtlicher Arbeit und Idealismus die Spielstätte Pariser Hof mit Leben füllen, um dem Publikum einen kulturellen Anziehungspunkt im Herzen von Wiesbaden zu bieten. Der dazugehörige Verein „Theater im Pariser Hof e.V.“ hat im Mai 2015 die Spielstätte in der Spiegelgasse 9 wiedereröffnet und baut seither das Programm des Theaters stetig aus.
Leider wird das Theater noch immer nicht institutionell gefördert und wurde im Haushalt 2018/2019 wieder nicht berücksichtigt.
Wenn Sie den Erhalt und Betrieb des Theaters fördern und uns bei unserer Arbeit unterstützen möchten, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.
Sie können Spenden – wir sind gemeinnützig und können entsprechende Spendenbescheinigungen austellen.
Sie können auch Fördermitglied werden. Füllen Sie einfach hier unseren Antrag auf Fördermitgliedschaft im Verein Theater im Pariser Hof e.V. aus. Es gibt keine Laufzeit und keine Verpflichtungen. Den Betrag können Sie selber bestimmen und selber überweisen.
Informieren Sie sich zu unseren Bürozeiten montags und mittwochs 15 bis 18 Uhr oder per Mail an info@theaterimpariserhof.de
Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung!

Der Pariser Hof in der Spiegelgasse in Wiesbaden – Zur Geschichte des Hauses und des Theaters

Theater im Pariser HofDas erste geschichtlich erwähnte Gebäude in der Spiegelgasse wurde beim großen Stadtbrand 1547 zerstört. Im danach entstandenen Bau, so um 1637, dem Vorgängerbau des heutigen Pariser Hofes, befand sich ursprünglich dann das Badhaus „Zum Rebhuhn“. Dieses Gebäude brannte allerdings im Dreißigjährigen Krieg wieder ab und wurde danach erneut aufgebaut. Seit dem Jahr 1724 war dieses Badhaus dann den jüdischen Gästen vorbehalten.
Doch das Rebhuhn war nicht nur Bad- und Gasthaus, sondern auch eine Art „Gemeindezentrum“, in dem sich die jüdischen Familien trafen. Damals um 1724 waren dies gerade mal sieben bis acht Familien. Das Gebäude wurde als Synagoge genutzt.
1780 hatte die Stadt Wiesbaden erstmals einen eigenen Rabbiner namens Abraham Salomon Tendlau, der zugleich der Badwirt des Rebhuhns war. Er starb 1790 und seine Witwe führte das Badhaus weiter. Im Jahre 1832 verkauften die Erben das Gebäude an Isaak Hiffelsheimer, der auch das Nachbargrundstück dazu erwarb. Unter dem bekannten Baumeister Christian Zais wurde Wiesbaden zur modernen Kurstadt und der neue Besitzer Isaak Hiffelsheimer ließ dann auf diesen Grundstücken den „Pariser Hof“ bauen.
Es entstand somit ein schickes, dreistöckiges, ursprünglich klassizistisches Gebäude. Der Pariser Hof wurde später an Hofrat Friedrich von Wagner verkauft, womit die jüdische Tradition des Hauses endete.
Der Pariser Hof ging dann durch mehrere Besitzerhände, die auch das Bild des Hauses, so um 1900 unterschiedlich zu prägen begannen. Zum einen wurden im Laufe der Jahre Rokokomotive über den Fenstern der ersten Etage angebracht, zum anderen Rundbogenfenster aus Sandstein im Erdgeschoss und im Eingangsbereich.
Um 1845 wurde der Hotelbetrieb von Anna Maria Bücher übernommen, die den neu geschaffenen Saal im 1. OG als Gottesdienstlokal nutzte. Ende des 19. Jahrhunderts konnte das Hotel „Pariser Hof“ nicht mehr mit den schicken Grandhotels der Stadt Wiesbaden mithalten und wurde fortan für das Verlagswesen genutzt.
1945 zogen Verlage wie der Brockhaus- und Inselverlag ein. Die Verlage zogen allerdings nach nicht einmal einem Jahr wieder aus und zurück blieb der Pariser Hof der damit aus den Köpfen der Stadtväter verschwand.
Nach einer Sanierung durch eine Theatergruppe in Eigeninitiative im Jahre 1986 eröffnete das Pariser Hoftheater seine Pforten im Pariser Hof.
Einige Jahre später kaufte die Stadt das Gebäude und sanierte das Gebäude im Jahre 2009. Ein Schmuckstück entstand, gerade im Hinblick auf die Nutzung als Theater. Auch die Gastronomie im Erdgeschoss kehrte in das denkmalgeschützte Gebäude zurück.
Seit Mitte der 1980er-Jahre bereicherte das Pariser Hoftheater in der Spiegelgasse – die Bühne für Kleinkunst und freies Theater – das kulturelle Leben Wiesbadens. 2004 wurde es mit dem Kulturpreis der Landeshauptstadt ausgezeichnet.
Ende August 2014 wurde die Bühne von der Betreibergruppe wegen ihrer angespannten Finanzsituation geschlossen.
Damit hatte die Stadt zwar ein herrliches Kleinkunsttheater aber keine Betreiber. Die fanden sich allerdings schnell: der dazugehörige gemeinnützige Theater im Pariser Hof Verein setzt sich seitdem für den Erhalt des Hauses und die Bespielung des Theaters ein.
Anfang 2015 eröffnete die nunmehr „Theater im Pariser Hof“ genannte Kleinkunstbühne unter neuem Glanz ihre Pforten und präsentiert seither mit einem bunten Spielprogramm große Namen der Musik- & Kabarettszene.
Das historische Badhaus „Pariser Hof“ birgt heute das „Theater im Pariser Hof“, das Restaurant „Chez Mamie“ und das „Aktive Museum Spiegelgasse“.
Das „Theater im Pariser Hof“ bietet die Räumlichkeiten auch Firmen und Privatleuten zur Anmietung für Feiern und Events an.