Frank Golischewski // Taubenvergiften für Fortgeschrittene

Datum/Zeit
11.10.2019
Vorstellungsbeginn
19:30 Uhr

Veranstaltungsort
Theater im Pariser Hof
Spiegelgasse 9
65183 Wiesbaden


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Im Dezember 2011 starb – trotz hohen Alters unerwartet – der legendäre Autor, Song-Schreiber und Meister des Schwarzen Humors, Georg Kreisler. Frank Golischewski, Kabarettist und Schauspieler, hat dem langjährigen Freund und Kollegen nun ein Programm gewidmet: der Allround-Künstler präsentiert am Klavier die amüsantesten, schrägsten und schwärzesten Lieder der Wiener Kabarett-Legende, verbunden mit Einblicken in das skurrile, abenteuerliche und berührende Leben Georg Kreislers.

Von Qualtinger über Wehle und Bronner bis hin zu aktuellen Programmen von Hader hadern die echten Wiener immer mit ihrer Stadt. Ironisch. Sarkastisch. Morbide. Ja: am liebsten sehr makaber. Der wohl trefflichste unter ihnen ist Georg Kreisler. Deshalb hat Frank Golischewski, langjähriger Kreisler-Kenner und –Freund, sich eine Georg-Kreisleriana ausgedacht: ironisch. Sarkastisch. Und: stellenweise sehr schwarz. Dabei geht es um die Lebensgeschichte der wohl wichtigsten Kabarett-Ikone der letzten Jahrzehnte.

Wo sind die Zeiten dahin? Fragt der einstmals gelernte klassische Pianist Golischewski, der mittlerweile selbst zum gefragten Liederschreiber geworden ist, zwei seiner mittlerweile 12 Musicals sind im Mainzer Unterhaus, dem Kleinkunst-Mekka schlechthin, produziert und vom SWR mitgeschnitten worden, „Feucht & Fröhlich“ lief 12 Jahre vor stets ausverkauftem Haus. Aber der Tastenhengst, der sein Handwerk bei den großen Diven der Zunft lernte und mit seiner Produktion „Drei alte Schachteln“ (Brigitte Mira, Helen Vita, Evelyn Künneke) fast sechs Jahre im deutschsprachigen Europa unterwegs war, setzt sich in seinen Programmen immer wieder selbst ans Klavier. Nicht nur als Begleiter von Ilja Richter, Gisela May, Angerlika Mann, Irmgard Knef, Tim Fischer, Margit Sponheimer, Eleonore Weisgerber oder Gunther Emmerlich: als Solist  lässt er stets die großen Legenden der Kleinkunst von Hollaender bis Hüsch lebendig werden.

Und so darf das Publikum sich diesmal freuen auf  die großen Kreisler-Klassiker, auf Heurigenlieder am Totenbett, Beamten-Tristesse, den schönsten Atombombenbunker von Wien und nichtarische Arien. Und vor allem eine Erkenntnis: Der Tod, das muss ein Wiener sein!